
Über Holzwerk BKM
Für alle, die Geschichten lieben: Wie aus einer Studenten-WG das Holzwerk BKM wurde:
2018–2020: Die Anfänge in der Hamburger Studenten-WG
Die Idee entstand 2018 mitten im Holzwirtschaftsstudium in Hamburg. Ein typisches Studentenleben: Wenig lernen, viel Schlaf und natürlich eine WG. Zusammen mit einem Mitbewohner, einem angehenden Gärtner, teilte Vincent Burgbacher die Liebe zum Holz. Schnell erkannten sie, dass in Garten- und Landschaftsbau-Betrieben viele wertvolle und seltene Hölzer ungenutzt verkommen.
Die beiden sammelten alles, was sie bekommen konnten. Doch wie verarbeiten? Mit einer winzigen Kettensägen-Halterung (Alaska Mill) und einer Eigenkonstruktion wurden die allerersten Bretter geschnitten. Man fing direkt edel an: Unter den ersten Stücken befanden sich Zwetschge, Roteiche sowie Exoten wie der Urweltmammutbaum und die Kaukasische Flügelnuss. Nach dem Maschinenschein und dem Aufbau einer eigenen kleinen Werkstatt entstanden die ersten Schneidebretter und Leuchten. Im Jahr 2020 wurde daraus schließlich die offizielle Firma gegründet.
2020–2023: Rückkehr nach Hessen und „The Wood Dude“
2020 ging es für Burgbacher zurück in die hessische Heimat. Nebenbei arbeitete er fortan im Wald als Forstwirt. Zu seinem Erstaunen stellte er fest, dass viele besondere Hölzer abseits von Eiche, Buche und Fichte einfach im Brennholz landeten – darunter Birke, Ahorn, Esche, Kirsche oder Ulme. Das Projekt der Holzrettung wurde im Betrieb fortgeführt. Aus Logistikgründen wurde zwar immer noch mit der Kettensäge eingeschnitten, nun aber deutlich professioneller mit dem Logosol F2.
Da bald mehr Holz produziert wurde, als selbst verwertet werden konnte, entstand die Idee des Holzhandels. In der Coronakrise entdeckten viele Holzliebhaber, Heimwerker und namhafte Musikinstrumentenbauer das kleine Unternehmen mit seinem exotischen Inventar. Seit 2023 gibt es zudem den YouTube-Kanal „The Wood Dude“. Hier nimmt Burgbacher die Zuschauer direkt mit auf den Holzplatz und begeistert sie für die faszinierenden Maserungen. Im Format „Holzart der Woche“ wird die vielfältige Welt des Holzes für jeden verständlich erklärt.
2024–2025: Der große Sprung nach Ilschhausen & Fusion zu BKM
2024 zog der Betrieb nach Ilschhausen an die Fortbach um – der bis dato größte Sprung. Ein eigenes Betriebsgelände und ein neues Sägewerk zogen ein: Die Wood-Mizer LT15 Classic Wide war eine absolute Ansage an alle Holzfans. Seitdem gehen die hochwertigsten Hölzer durch das Werk – von mächtigen Atlas-Zedern über rustikale Eichen bis hin zu Exoten wie Scheinzypresse, Gleditschie oder dem Kuchenbaum.
Da diese Arbeit für eine Person allein zu viel wurde, stießen 2024 Tobias Krüger und Bernd Meier zum Projekt hinzu. Dies führte 2025 zur Verschmelzung der Betriebe zum heutigen Holzwerk BKM. Dadurch wurde das Sortiment um den Brennholzsektor erweitert. Zudem kam die Möglichkeit hinzu, selbst komplizierteste Stämme von Grundstücken zu bergen – mit einer Bergungstechnik, die es so in Deutschland kaum ein zweites Mal gibt.
2026: Die Wood-Mizer Trockenkammer
In diesem Jahr folgt eine der bisher größten Neuerungen: Unsere Wood-Mizer-Trockenkammer befindet sich aktuell im Finetuning und wird noch im Laufe dieses Monats (Juli 2026) offiziell in Betrieb genommen. Ab dann erhalten Sie unsere begehrten edlen und exotischen Hölzer auch professionell kammergetrocknet auf 8–10 % Restfeuchte – perfekt vorbereitet, damit Sie daraus Ihre hochwertigsten Möbelstücke bauen können!
Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit? Ein großes Wort, dem wir eine echte Bedeutung geben.
Nachhaltigkeit ist heute oft eine leere Worthülse. Wir grenzen uns bewusst vom standardisierten „nachhaltigen“ Holz der Großindustrie ab und setzen ganz eigene, radikale Maßstäbe. Für uns ist ein Baum ein wertvolles Lebewesen – und genau so behandeln wir ihn auch. Nachhaltigkeit bedeutet für Holzwerk BKM: Kürzeste Transportwege und das absolute Maximum aus jedem Stamm herauszuholen, um ihn in hochwertige, langlebige Produkte zu verwandeln. Kurz gesagt: Für unsere Holznutzung soll in der Regel kein gesunder Baum extra sterben müssen.
Wie ist das möglich? Urbane Holzrettung statt Deponie
Wir trauen uns an Rohstoffe heran, die viele andere pauschal ablehnen: Holz aus dem urbanen Raum! Wilde Wuchsformen, eingewachsene Nägel oder Metall im Stamm schrecken die meisten ab. Ja, ein Nagel tut dem Sägeband weh und sorgt für Frust beim Sägeführer – aber er erzählt auch die einzigartige Geschichte dieses Baumes. Durch unsere jahrelange Erfahrung meistern wir diese schwierigen Einschnitte. In Gärten, Parks oder an Straßen müssen immer wieder Bäume weichen, die sonst auf der Deponie landen würden. Darunter sind oft hochwertigste, seltenste Edelholz-Exoten, die man im normalen Handel gar nicht findet. Durch unsere festen Kooperationen mit regionalen Baumpflegern schließen wir diese Lücke und sorgen für eine sinnvolle, regionale Verwendung.
Wertvolles Holz vor dem Ofen retten
Auch die klimatischen Veränderungen der vergangenen Jahre haben Spuren in unseren regionalen Wäldern hinterlassen. Wir kaufen gezielt vom Eichenprachtkäfer getötete Eichen, durch das Ulmensterben betroffene Ulmen oder vom Eschentriebsterben geschädigte Eschen auf. Wir retten diese spektakulären Stämme, bevor das wertvolle Edelholz ungenutzt zu Brennholz verarbeitet wird.