
Über das Holz der Rotfichte
Die Rot-Fichte – im Volksmund schlicht als Gemeine Fichte bekannt – ist der mit Abstand häufigste Nadel- und Wirtschaftswaldbaum in Deutschland. Gerade in den letzten Jahren leiden die heimischen Fichtenbestände jedoch massiv unter extremer Hitze und anhaltender Trockenheit. Die dramatische Folge ist ein beispielloses Fichtensterben, primär angetrieben durch den Borkenkäfer. Trotz dieser enormen Herausforderungen bildet das Holz der Fichte nach wie vor das unverzichtbare Rückgrat unserer Bauindustrie und gilt als das wichtigste Konstruktionsholz überhaupt.
Fichtenholz zeichnet sich durch hervorragende technische Eigenschaften aus, was es zum idealen Allround- und Bauholz für den Innenbereich macht: Es ist elastisch, leicht, angenehm weich und lässt sich mit allen Werkzeugen exzellent bearbeiten. Die Fichte bildet zwar ein Kernholz aus (ein sogenanntes Reifholz), dieses ist jedoch farblich absolut nicht vom äußeren Splintholz zu unterscheiden. Im frischen Zustand erstrahlt das Holz in einem hellen, fast reinen Weiß, schimmert gelegentlich leicht gelblich und dunkelt unter Lichteinfluss mit der Zeit warm ins Hellbraune nach.
Das Anwendungsspektrum ist gigantisch und reicht von klassischem Bau- und Möbelholz über Zellstoffe bis hin zum hochpreisigen Instrumentenbau, wo feinjähriges Fichtenholz als erstklassiges Resonanzholz für Gitarren- und Geichendecken genutzt wird. Aufgrund seiner geringen natürlichen Witterungsbeständigkeit (Dauerhaftigkeitsklasse 4–5) ist das Holz im unbehandelten Zustand rein für den geschützten Innenbereich geeignet.
Beispielbilder
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